February 4, 2014 | Posted in Essays | By

Wenn man losspringen will, um die Welt zu verändern, wo fängt man an? Wie fängt man an? Da gibt’s jede Menge Baustellen, also muss man erst mal drüber nachdenken, und da beginnen die Probleme, denn wir wurden im globalen Denken erzogen. Das heißt, meistens beginnen wir unsere Überlegungen weltumspannend, weil wir’s gewohnt sind, uns als Mega-Hippie-Weltgemeinschaft und Multikulti-Gesamtmenschheit zu betrachten, die ständig kurz vorm Aufbruch in neue Zeitalter steht, dabei ist’s bloß ein riesiges Mediengespinst, dass wir verkümmerten Individual-Nesthocker als wärmendes soziales Gebilde durch Bildröhren wahrnehmen, und nur die unzählbaren weltzerstörerischen Konsumprodukte werden ständig ins nächste technische Zeitalter geschickt, während die Menschen schön stillstehen und verrohen wie im Mittelalter. Zudem denken wir Weltverbesserer-Hippie-Kotzkrüken ständig, dass wir, ja gerade wir Riesenarschlöcher was tun sollten, jetzt mal irgendetwas bessern sollten, und jemand, der denkt, dass er etwas bessern kann, muss der Überzeugung sein, gut zu sein, ja im Grunde besser als die zu bessernde Sache, sonst wäre ja die Absicht allein schon behämmert, also was zur Hölle bilden wir uns ein?!

Man glaubt, helfen zu müssen, den Menschen in Afrika zum Beispiel, wenn allein die Kosten, um unsern verdepperten Arsch vor Ort zu bringen, alles übersteigt, was ein Dorf für Monate zum Überleben braucht, um dort bitteschön was eigentlich zu tun? Brunnen graben oder was? Allein die Kosten, um unsern verwöhnten Arsch dort unten unter heißer Sonne taufrisch zu halten, übersteigen völlig den Nutzen, den im Grunde genommen jeder x-beliebige sich noch so wichtig dünkende Vollhorst-Europäer mit seinem x-beliebigen noch so wissenschaftlichen Pseudo-Wissen hinunterbringen würde. Aber dieses globale Denken geht halt voll schlecht aus der Hirnschale.

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1 Comment

  1. Sven
    February 20, 2014

    Eine werrvolle sammlung an texten die einem die augen öffen können